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Begleithunde

Die Begleithundeausbildung ist im ÖGV eine der beliebtesten Hundesportart und bereitet Mensch-Hund-Teams auf die Sozialverträglichkeit, die Alltagstauglichkeit und den Gehorsam vor. Die Bindung zwischen Mensch und Hund wird in einem hohen Maß gefördert. Bei der Begleithundeausbildung wird der Hund in Gehorsams- und Gewandtheitsübungen trainiert. Sie ist für jede Rasse und jede Größe des Hundes sowie für Menschen allen Alters, vom Jugendlichen bis zum Senior, geeignet.

Als Grundvoraussetzung wird in Österreich die Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest (BH/VT) verlangt, die jeder Hundeführer mit seinem Hund bestehen muss, um Prüfungen in weiteren Hundesportarten absolvieren zu dürfen. Danach gibt es drei Prüfungsstufen (IBGH1, IBGH2, IBGH3), die sowohl bei Prüfungen in den Ortsgruppen als auch als Turniersport durchgeführt werden können.

BH/VT (Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest)

Die Begleithundeprüfung mit Verkehrsteil, kurz BH/VT (auch Mensch-Hund-Team-Prüfung) genannt, ist in allen dem ÖKV angeschlossenen Verbandskörperschaften die Basis für weiterführende Ausbildungen. Die BH/VT-Prüfung dient als Nachweis, dass Hund und Hundeführer Grundregeln des Gehorsams und des gemeinsamen Verhaltens in der Öffentlichkeit beherrschen. Sie besteht aus vier Teilen, und zwar einem theoretischen Sachkundenachweis (dieser ist bereits vor Antritt zur eigentlichen Prüfung zu erbringen), der Überprüfung der Unbefangenheit des Hundes, einer Prüfung einfacher Gehorsamsteile am Hundeplatz und einem Prüfungsteil im öffentlichen Verkehr.

IBGH1 – Internationale Begleithundeprüfung 1

Bei der IBGH1 geht’s schon richtig los im Hundesport. Neben den verschiedenen Gangarten, wie normaler Schritt, langsamer Schritt und Laufschritt, mit und ohne Leine, werden noch weitere Übungen abverlangt. Der Hundeführer bewegt sich mit dem angeleinten Hund auch durch eine Menschengruppe. Bei der Übung „Sitz aus der Bewegung“, muss sich der Hund aus dem Fuß gehen hinsetzen und der Hundeführer entfernt sich vom sitzenden Hund in normaler Gangart, ohne sich zum Hund umzudrehen. Weiters wird auch noch bei der Übung „Ablegen in Verbindung mit Herankommen“ abverlangt, dass sich der Hund hinlegen und in der Position verweilen muss, während sich der Hundeführer wieder im normalen Schritt vom Hund entfernt, ohne sich zu diesem umzudrehen. Nach einer gewissen Entfernung dreht sich der Hundeführer zu seinem Hund um und ruft den Hund mit einem „Hörzeichen“ zu sich. Während diesen Übungen liegt ein zweiter Hund ruhig an einer bestimmten Stelle am Hundeplatz, wobei hier der Hundeführer in einer festgelegten Entfernung zum Hund steht.

IBGH2 – Internationale Begleithundeprüfung 2

Bei der IBGH2 kommen zu den Anforderungen aus der IBGH1 noch zusätzliche Ausbildungsanforderungen hinzu. So muss der Hund auf Hörzeichen ein Apportierholz aufnehmen und zum Hundeführer zurückbringen. Ein weiteres Element ist das „Voraussenden mit Hinlegen“, wobei der Hund auf ein Hörzeichen vom Hundeführer eine gerade Strecke nach vorne laufen und wiederum auf ein weiters Hörzeichen die Position Platz einnehmen muss.

IBGH3 – Internationale Begleithundeprüfung 3

Die IBGH3 ist die Königsklasse der Begleithundeausbildung. Hier kommen noch zwei Übungen zusätzlich zu jenen der IBGH2 hinzu, und zwar das „Steh aus dem Schritt“ und das „Apportieren über die Schrägwand“ mit einer Höhe von 140 cm.
In dieser Prüfungsstufe wird auch jährlich bei einem Turnier der Titel „ÖKV IBGH Leistungssieger“, gleichzusetzen mit einem Bundesmeistertitel, vergeben.

Rettungshunde

Durch die Rettungshunde-Ausbildung können der Hund und sein Hundeführer in verschiedensten Situationen Menschen in Not retten. Die Ausbildung kann aber auch zu rein sportlichen Zwecken absolviert werden und steht somit jedem ambitionierten Hundeführer offen. Man unterscheidet zwischen dem Einsatz-Rettungshund und dem Sport-Rettungshund!

Rettungshunde kommen bei Erdbeben- oder Lawinenkatastrophen als auch bei lokalen Einsätzen (z.B. verirrte Kinder, Suizidgefährdete oder ältere Menschen) zum Einsatz. Auch im Zeitalter modernster Technik kann ein rasch und gut organisierter Einsatz von einem optimal ausgebildeten Rettungshundeteam durch nichts ersetzt werden.

In der Rettungshunde-Ausbildung können Prüfungen im Bereich Fährte (RH-F), Fläche (RH-FL), Trümmer (RH-T), Lawine (RH-L) und Wasserrettung (RH-W) absolviert werden. Ebenfalls zur Prüfung gehören Unterordnung und Gewandtheit.

Geförderte Assistenzhunde

Geförderter Assistenzhund im Jahr 2026

Liebes ÖGV-Team,

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für die finanzielle Unterstützung für das Training und die Ausbildung meines Assistenzhundes. Mayla und ich sind zu einem starken Team zusammengewachsen und sie hilft mir in vielen kleinen und großen Dingen im alltäglichen Leben. Wie auch ich, ist sie aufgeweckt und quirlig, sie ist immer für Abenteuer zu haben und dennoch sehr feinfühlig und treu. 
Gottes Segen,

Ines S.

Sehr geehrter Herr Straub,
ich bedanke mich sehr herzlich für die Förderung der Ausbildung meines Assistenzhundes durch den ÖGV!
Barolo macht jeden Tag ein bisschen besser und ich kann endlich wieder mehr am Leben teilhaben.
DANKE!
Kerstin F.

Liebes ÖGV Team,

ich bedanke mich recht herzlich für die großzügige finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung meiner Assistenzhündin Ari.

Viele liebe Grüße

Julia K.

Vielen, vielen Dank von ganzem Herzen und Gottes Segen an alle Menschen beim ÖGV, durch die ich meinen Traum von einer Assistenzhündin verwirklichen konnte.
Emma mit Noeli

Herzlichen Dank an den ÖGV und Generalsekretär Robert Straub für die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung meines Assistenzhundes Silas.

Bettina P.

Geförderter Assistenzhund im Jahr 2025

Liebes ÖGV Team, ich bedanke mich recht herzlich für die Förderung der Ausbildung meines Assistenz-Signalhundes Aidan.

Mit lieben Grüßen

Sarah Jackson

Im Jahr 2024 hat der ÖGV bereits drei Assistenzhunde gefördert:

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei der Finanzierung. Fidelio ist mit seiner wuseligen, lieben und lustigen Art eine große Bereicherung. Vieles ist mit ihm spürbar leichter und ich bin zuversichtlich, dass ich mit seiner Unterstützung mehr am Leben teilnehmen und auch wieder studieren werde können.

Mit freundlichen Grüßen, Anne-Sophie Unger

Assistenzhund Wendy für Barbara Gremel

Assistenzhund Juri für Cornelia Kraft

Im Jahr 2023 hat der ÖGV folgende Assistenzhunde gefördert:

Assistenzhund Magic für Leonie Strahl

Assistenzhund Jacky für Ines Jaklitsch

Assistenzhunde 2021, 2022

Der ÖGV konnte 2021 und 2022 wieder folgende Ausbildungen für Assistenzhunde finanzieren:

Assistenzhund „Inara“ von Selina Haubenwallner

   

Assistenzhund „Aariz“ von Linus Bossmann

   

Assistenzhund „Pinsel“ von Birgit Pajmann

   

Assistenzhund „Emmi“ von Tanja Forster

   

Wir bedanken uns für die Unterstützung unserer Förderer.

Der ÖGV Vorstand

 

Assistenzhund Haileys

Sehr geehrter Herr Robert Straub, sehr geehrter ÖGV,

Ich möchte mich nocheinmal herzlich für Ihre große Unterstützung bei der Finanzierung für meine Assistenzhündin Hailey bedanken.

Hailey hilft mir sehr und ich bin sehr froh und dankbar sie an meiner Seite zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Mayer

   

Assistenzhund Sahra

Liebe Unterstützer vom ÖGV,
meinen herzlichen Dank für Ihr großzügiges Geschenk zur Förderung meiner wunderbaren Assistenzhündin Sahra!
Sahra ist eine blitzgescheite weiße Labradorhündin, die speziell für mich ausgebildet wurde, um mir bei meinen Problemen und Behinderungen zu helfen. Ich bin autistisch und leide unter komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen, die unter anderem mit Panikattacken, diversen Phobien und starker Reizüberempfindlichkeit einhergehen.
Meine Panikattacken zeigt Sahra mir bereits verlässlich frühzeitig an und kann mich durch Körperkontakt aktiv beruhigen. Situationen, die sich für mich bedrohlich anfühlen, werden so besser aushaltbar. Die körperlichen Beschwerden klingen schneller ab. Durch Sahras Nähe fühle ich mich allgemein viel sicherer und schaffe es überhaupt wieder mehr raus zu gehen. Sahra hat es gelernt neben oder hinter mir einzuparken und sorgt so für Abstand zu Menschen, damit ich stressfreier einkaufen gehen kann. An der Ampel oder an anderen Stellen an denen es zu eng für mich wird, steht sie ganz nah an meinem Bein, meistens stark wedelnd. Das ist sehr beruhigend. Manchmal steht sie auch auf meinem Fuß, das ist noch besser. Daheim sagt sie mir Geräusche, wie Telefon oder Türklingel an, da ich aufgrund meiner extremen Geräuschangst überwiegend zugestöpselt bin.
Seit Oktober 2020 ist sie bei mir und hilft mir, neben ihren „offiziellen“ Aufgaben, mit vielen anderen wichtigen Dingen. Sie ist voller Leben und Lebensfreude und steckt mich jeden Tag ein bisschen mehr damit an. Sie schafft es immer wieder mich zum Lachen zu bringen, obwohl ich dachte ich hätte Lachen längst verlernt. Sie entschleunigt und erdet mich und bringt mir Achtsamkeit bei.
Um Ihr gerecht zu werden, gebe ich mir die größte Mühe, ihr neben ihrem anstrengenden Job ein tolles Hundeleben zu ermöglichen. Dafür springe ich immer wieder über meinen Schatten, statt im Vermeindungsverhalten zu verharren, was zwar oft ganz schön anstrengend, aber auch gut für uns beide ist. Dadurch kommen wir an die Luft und bewegen uns viel. Da Sahra sehr kontakt- und bewegungsfreudig ist, werde ich auch immer wieder gezwungen mich auf neue Begegnungen einzulassen. Aus der Isolation in der Menschen wie ich zwangsläufig irgendwann landen, holt Sahra mich auf diese Weise immer mehr raus und damit ins Leben zurück.
Wer weiß was noch alles möglich ist und wie sich die nächsten Jahre entwickeln. Dank Sahra habe ich wieder Zuversicht.
Für diese Zuversicht danke ich auch Ihnen!
Alles Liebe von Sahra und mir
(zusammen sind wir Sam, Sahra and me)

Melanie Reiter mit
Assistenzhund Milo

Assistenzhund Zelos

Dankschreiben von Frau Stiller für die Förderung ihres  Assistenzhundes Zelos:

Sehr geehrter ÖGV, 

vielen, lieben Dank für Ihre überaus großzügige finanzielle Hilfe!

Dank Ihnen habe ich nun einen treuen Freund und Helfer an meiner Seite. Meine Blutwerte sind jetzt schon merkbar besser, Zelos und ich sind wirklich ein gutes Team!

Ich hoffe, wir sehen uns bei der offiziellen Übergabe im November, damit ich mich auch nochmal persönlich bedanken kann!

mit freundlichen Grüßen

Michaela Stiller

 

Blindenführhund Lennox

Der ÖGV hat die Ausbildungskosten für den Blindenführhund Großpudel „Lennox Jason vom Ronthaler Gütl“ von Frau Fyla übernommen.

 

Servicehund Cookie

Karin Lauermann mit ihren Hund Cookie. Cooki ist beim täglichen Leben Hilfe. Sie bewältigt für Karin folgende Aufgaben: Licht an und aus, Türen auf und zu, Gegenstände aufheben und bringen und vieles mehr.

 

 

Assistenzhund Tornado

Sehr geehrter Herr Straub!

Herzlichen Dank für Ihre Zeilen vom März. Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal ganz ganz herzlich für die sehr großzügige Förderung von Tornado bedanken!!!

Ich war sehr überrascht und gleichzeitig erfreut, in den Genuss dieser Förderung zu kommen.

Tornado und ich sind täglich so ca. 2 bis 2,5 Stunden unterwegs. Es klappt so weit recht gut. Nach oben hin gibts noch „Luft“ aber es werden immer mehr Wege die wir zusammen meistern.

Servicehund Xanthos

Sehr geehrte Förderer!

Mit großer Freude teilen wir mit, dass Dank Ihrer Spenden wieder eine Servicehund finanziert werden konnte.

Unten ein kleiner Bericht über Xanthos und Hans-Jürgen Groß

Xanthos (vom Kastell Stegraifepach) hat nach 2,5 jähriger Ausbildung kürzlich seinen Dienst als Servicehund angetreten. Er lebte seit der 9. Woche bei seiner Ausbildnerin Cornelia Reithner und wurde von klein an auf ein Leben als Assistenzhund vorbereitet.

Er lebt jetzt bei seinem Herrchen Hans-Jürgen Groß im Burgenland, der aufgrund eines Unfalles im Rollstuhl sitzt. Er ist 41 Jahre alt, aktiv und wegen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim ÖZIV viel unterwegs. Er arbeitet im Ausmaß einer Vollzeitbeschäftigung, ohne Geld dafür zu verlangen, studiert nebenbei und berät als Sachverständiger für Barrierefreiheit Unternehmen bei zB Umbauten.

Xanthos begleitet ihn im Alltag sowohl ins Büro, als auch zum Einkaufen oder in der Freizeit beim Handbiken.

  • Er hebt Runtergefallenes auf.
  • Kann Türen sowie Laden öffnen und schließen,… besonders hilfreich ist Xanthos beim Öffnen der 3 schweren Brandschutztüren auf dem Weg in die Parkgarage des Wohnhauses.
  • Er betätigt Schalter.
  • Kann Dinge (zB einen kleinen Einkauf) tragen.
  • Lernt außerdem sein Herrchen bei Bedarf zu ziehen, wenn der Rollstuhl in einem Schlagloch stecken bleibt.
  • Er kann den Rollstuhl heranziehen, wenn Hans-Jürgen stürzt.
  • Auf Kommando das Handy suchen und apportieren (zB in Notfällen).
  • Er ist speziell für das Begleiten des Rollstuhls ausgebildet, geht beispielsweise in Engstellen voran und rückwärts weiter und kann auf Kommando die Seite wechseln auf der er geht.

Xanthos hat die obligatorische BH Prüfung beim ÖGV Melk abgelegt, als er alt genug war. Xanthos ist qualitätsgeprüft, er hat am 15.12.2015 die gesetzlich vorgesehene Prüfung an der VetMed Uni in Wien beim Messerli Institut abgelegt. Am 14.03.2016 haben Hans-Jürgen und Xanthos die Teamprüfung bestanden.

(Ein Video von Xanthos finden Sie auf: www.assistenzhunde-reithner.at)

Der ÖGV Vorstand

Blindenführhündin Lilly

Bei der Vorstandsitzung am 11.12.2015 wurde als vorweihnachtliches Geschenk Frau Waltraud Bergmayer die vom ÖGV geförderte Blindenführhündin Lilly offiziell übergeben.

Frau Bergmayer hat eine angeborene Sehbehinderung, die leider immer schlimmer wurde. Durch die Förderspenden konnte Frau Bergmayer die Ausbildung eines Blindenführhundes bezahlt werden. Lilly hatte mit Ihrer neuen Besitzerin im Mai 2015 die Qualitätsprüfung erfolgreich absolviert.

Der gesamte ÖGV Vorstand bedankt sich recht herzlich bei allen Förderer die es den ÖGV ermöglicht Hunde für bedürftige Menschen ausbilden zu lassen und wünscht Frau Bergmayer mit Ihren neuen Familienmitglied viel Erfolg und Frohe Weihnachten.

Servicehund Neo

Sehr geehrte Damen und Herren vom ÖGV!

Ich darf mich nochmals ganz herzlich für Ihre zugesagte Unterstützung bedanken. Inzwischen darf ich Ihnen auch schon eine erfreuliche Nachricht überbringen. Am 11.05.2014 wurde mein potenzieller Servicehund geboren. Der Kleine trägt den Namen Neo, er ist sehr aufgeweckt und neugierig. Anbei darf ich Ihnen noch ein paar Fotos übermitteln. Neo wird voraussichtlich am 05.07.14 zu Frau Ingrid Ruttnig kommen. Wir sind alle sehr gespannt, wie er sich entwickelt.

Mit besten Grüßen
Nadine Holzer

Fabian bekam einen Begleithund

Schönstes Nikolo-Geschenk für gelähmten Buben vom ÖGV (Österreichischer Gebrauchshundesport-Verband)

Lange hat er drauf gewartet und die gesamte letzte Woche mit Hundetrainerin Elisabeth Färbinger von „Partner-Hunde“ nahe Salzburg trainiert – bis es am Sonntag zu Mittag soweit war: Fabian, ein aufgeweckter, aber leider gelähmter 8-jähriger Bursche konnte endlich von Josef Pfeffer, Präsident des ÖGV (Österreichischer Gebrauchshundesport-Verband) Lea, eine 13-monatige junge Golden Retriever-Hündin übernehmen und mit den Eltern nach Hause nach Graz fahren.

Fabian ist seit Geburt an von der Hüfte abwärts gelähmt und auf ein Leben im Rollstuhl angewiesen. Sein größter Wunsch war immer: Ein Behinderten-Begleithund, der für ihn nicht nur Freund und Partner ist, sondern ihm auch im Leben hilft.

Lea kann Lichtschalter betätigen, Türen öffnen, hebt runtergefallene Gegenstände auf und bellt, wenn Fabian z.B. aus dem Rollstuhl fällt, um mit dem Bellen Hilfe zu holen.

Die Ausbildung eines solchen Hundes ist natürlich recht kostspielig. Doch der ÖGV hatte heuer anlässlich des 100-Jährigen Bestehens beschlossen, ab nun jedes Jahr einem behinderten Menschen einen ausgebildeten Begleithund zu schenken.

Josef Pfeffer, Präsident des ÖGV: „Als größter Hundeverein Österreichs sehen wir unsere Aufgabe nicht nur darin, Hunde auszubilden und Hundesport zu fördern – wie sehen unsere Verantwortung umfassender. Dazu gehört auch, dass wir jenen helfen, die es im Leben nicht so leicht haben.“
Der kleine Fabian war jedenfalls am Nikolo – Tag völlig aufgeregt. Endlich ist Lea sein Hund, sein Partner, sein „Kumpel“, der immer da ist, wenn er Hilfe benötigt.
Elisabeth Färbinger, die den Hund nicht nur ausgebildet, sondern in der letzten Woche auch noch die Familie eingeschult hatte: „Fabian und seine Eltern haben in der letzten Woche alles sehr gut gemacht. Natürlich werden sie noch üben müssen, weil sie noch nie einen Hund hatten.“
Aber auch für ÖGV-Präsident Josef Pfeffer war es ein schönes Nikolo- und Advent-Wochenende, und er kündigte an: „Kommendes Jahr unterstützen wir eine gehörlose Frau. Auch sie bekommt von uns, vom ÖGV, einen Hund.“

Dieser Hund wird darauf trainiert, dass er Frauchen anstupst, wenn es an der Tür klingelt, der Wecker schrillt, das Fax-Gerät piept oder Fahrradfahrer klingeln.

Schwerhörigenschule bekommt Signal-Assistenzhund

Wien (OTS) – Unter der „Schirmfrauschaft“ von Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger übergab heute der ÖGV – Österreichischer Gebrauchshundesportverband – einen Signal-Assistenzhund an eine Sonderpädagogin an der Schule für Schwerhörige Kinder im 22. Wiener Gemeindebezirk.

Signalhunde sind Assistenzhunde für schwerhörige oder gehörlose Menschen und sind in der Lage, für die Hundehalterin bzw. den Hundehalter wichtige Geräusche wie zum Beispiel akustische Warnsignale im öffentlichen Leben oder auch Signale im Arbeitsumfeld zuverlässig zu melden. Der nun überreichte Signalhund wird die Sonderpädagogin sowohl im Schulalltag als auch im Privatleben begleiten und unterstützen.

Der ÖGV hat sich dazu entschlossen, Service-, Begleit-, Signal-Assistenz- bis hin zu Blindenführhunden zu fördern und Menschen mit Bedarf zu übergeben.
Josef Pfeffer, Präsident des ÖGV: „Als größter Hundeverein Österreichs sehen wir unsere Aufgabe nicht nur darin, Hunde auszubilden und Hundesport zu fördern – wir sehen unsere Verantwortung umfassender. Dazu gehört, dass wir als Verein auch unser soziales Engagement und Wirkungsfeld ausweiten und jenen helfen, die es im Leben nicht so leicht haben.“
Die Kosten für ausgebildete und geprüfte Hunde belaufen sich auf bis zu 30.000 Euro. Jedes Jahr wird in einem anderen Bundesland ein Servicehund an eine förderungswürdige Person vergeben.
„Am Beispiel der Assistenzhunde zeigt sich, welche bedeutende soziale Funktion unsere vierbeinigen Freunde in unserem Leben haben. Ich danke dem ÖGV für sein soziales Engagement und für seine wertvolle Ausbildungsarbeit. Damit leistet er auch einen wichtigen Beitrag für ein konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Tier,“ so Frauenberger abschließend.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Bijou

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrter Herr Generalsekretär,
geschätzte Mitglieder des ÖGV!

Frau Muschl Sabine, Ausbildnerin von Blindenführhunden, hat mich telefonisch kontaktiert und mir die so freudige Nachricht überbracht, dass die Entscheidungsträger des ÖGV den Beschluss gefasst haben, meine Zuzahlung für meinen Blindenführhund „Bijou“ durch eine Spende zu übernehmen.

Mit Worten vermag ich es nicht meiner inneren Freude Ausdruck zu verleihen, um mich für die so großherzige Geste die Sie erbringen, zu bedanken. Sie haben durch diese Aktion einen Akt großer Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen in meine Situation gesetzt,

Es wäre mein Wunsch mit einem von Ihnen namhaft gemachten Mitglied des ÖGV, persönlichen Kontakt aufnehmen zu können. Ich bin aber auch gerne bereit und es wäre für mich eine große Freude, wenn mir die Gelegenheit geboten werden würde, mich mit meinem Blindenführhund persönlich vorstellen zu können. Vielleicht bei einem Vereinsabend. Ich denke dabei auch diese von Ihnen gesetzte Aktion, der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Positive Meldungen gibt es ohnehin sehr wenige.

Vorerst bitte nehmen Sie auf diesem Wege mein aufrichtiges DANKE und gestatten mir es – mein „Vergelt’s Gott“ entgegen. Meinen Dank möchte ich auch Frau Muschl Sabine übermitteln, die ja die Initiatorin ist.

Mit lieben Grüßen aus Innsbruck
Klaus Martini

 
 

Therapiebegleithunde und Handicap-Breitensport

Immer öfter werden Hunde als Therapie-Begleiter (Therapiebegleithunde) eingesetzt. Sie bringen Freude in den oft trüben Alltag von alten oder kranken Menschen. Sie helfen Kindern über schwierige Situationen hinweg und unterstützen die Therapien von kranken und behinderten Menschen.

Aber wo bleibt der Hund?

Wir wollen bei unserer Ausbildung zum ÖGV-Therapiebegleithundhund als Therapiebegleiter-Team ganz besonders auf die Bedürfnisse unserer Hunde Rücksicht nehmen. Der Hundeführer soll seinen Hund genau kennen und auch richtig einschätzen können. Was kann ich meinem Hund zumuten? Wo muss ich eingreifen? Wann ist die Arbeit zu viel für meinem Hund? Dies alles wollen wir in Theorie und Praxis üben, um später beim Einsatz erfolgreich zu sein.

Vielleicht üben Sie bereits einen Beruf im sozialen Bereich aus, z.B. als Lehrer, Betreuer von alten oder kranken Menschen … dann kann Ihnen diese Ausbildung helfen, Ihren Hund als „Mitarbeiter“ einzusetzen.

Mehr Informatives zu Therapiebegleithunden und Handicap-Breitensport finden Sie auf der Homepage des ÖGV Alt Mödling unter www.hatb.at!

Agility

Agility ist eine Hundesportart, in der es sehr rasant zugeht. Als Vorbild galt vor vielen Jahren der Springreitsport. Im Jahr 1989 fand in Österreich das erste Agility-Turnier während der Internationalen Hundeausstellung in Tulln statt. Seither erfreut sich Agility immer größerer Beliebtheit.

Es gibt 3 Leistungsklassen (LK 1, LK 2, LK 3) sowie seit 1.1.2023 vier Größenklassen (Small, Medium, Intermediate und Large). In dem Jahr, in dem der Hund 7 Jahre alt wird, kann er in einer eigenen Oldie-Klasse starten, welche ebenfalls in die vier Größenklassen unterteilt ist.

Bei Agility kommt es ganz besonders auf das Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an. Während der Hundeführer neben den verschiedenen Geräten läuft, leitet er seinen Hund mit Körpersprache und Hörzeichen durch den Parcours.

Jeder Parcours ist anders angeordnet und stellt daher das Team immer wieder vor neue Aufgaben. Der Hundeführer hat vor dem Lauf eine gewisse Zeit, um sich die Reihenfolge der Geräte sowie die Lauf- und Führlinie für sich und seinen Hund einzuprägen. In rasantem Tempo geht es dabei über Hürden, Steg, Slalom oder durch den Tunnel. Ziel ist es, den Hund fehlerfrei und so schnell wie möglich über den vorgegebenen Parcours zu führen. Es entscheiden oft Sekundenbruchteile über Sieg, Fehler oder Disqualifikation.

Hoopers

Bei Hoopers wird der Hund über große Distanzen geführt, und zwar ohne Mitzulaufen! Dabei ist nicht nur der korrekte Aufbau der Distanzarbeit wichtig, sondern vor allem die Kombination aus Körpersprache und verbalen Kommandos.

Hoopers ist für „fast“ alle Hunde geeignet, da es in erster Linie um genaues Arbeiten und nicht um Schnelligkeit geht. Wenn Hoopers korrekt ausgeführt wird, haben auch ältere Hunde viel Spaß dabei.

Bei Hoopers kommt es ganz besonders auf das Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an. Während der Hundeführer im Zentrum des Parcours steht, leitet er seinen Hund mit Körpersprache und Hörzeichen durch den Parcours.

Jeder Parcours ist anders angeordnet und stellt daher das Team immer wieder vor neuen Aufgaben. Der Hundeführer hat vor dem Lauf eine gewisse Zeit, um sich die Reihenfolge der Geräte sowie die Lauflinie für seinen Hund sowie die nötigen Sicht- und Hörzeichen einzuprägen. Durch Hoops, Tunnel, um Tonnen, Tore und Slalom – Ziel ist es, den Hund fehlerfrei durch den vorgegebenen Parcours zu führen.

Breitensport

Breitensport ist ein Teamsport, der Hund und Hundeführer gleichermaßen fordert. Ein Spaß für die ganze Familie, egal ob jung oder alt. Diese Sportart besteht aus einem Vierkampf, wobei es vor allem um Genauigkeit und Schnelligkeit geht.

Der Vierkampf beinhaltet Gehorsamsübungen und drei Laufbewerbe bestehend aus einem Slalom, einem Hürdenlauf und einer Hindernisbahn. Bei diesen ist es wichtig, dass Hund und Hundeführer sowohl über die jeweiligen Start- als auch Ziellinien laufen müssen, denn die Zeitnehmung erfolgt für beide. Wenn der Hund Geräte verweigert oder abwirft, wird dies als Fehler gewertet.

Breitensport kann nahezu von jedem gesunden Hund und Hundeführer ausgeübt werden. Da es verschiedene Altersklassen gibt, ist auch ein höheres oder jüngeres Alter des Hundeführers kein Problem. Der Hund sollte führig und motivierbar sein und die wichtigsten Unterordnungsübungen einigermaßen beherrschen.

Obedience und Rally Obedience

Gehorsamsprüfungen der gehobenen Klasse sowie Spaß für Mensch und Hund durch Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen.

Obedience

Obedience besteht aus 5 Stufen, wobei die Prüfungsstufe Obedience Beginner und Obedience Senior nach der österreichischen (nationalen) Obedience-Prüfungsordnung ausgeübt wird, und die Prüfungsstufen OB 1, OB 2 und OB 3 nach der internationalen FCI-Prüfungsordnung, auf deren Basis internationale Turniere (CACIOB-Vergabe in OB 3) als auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

In jeder Stufe sind auf Anordnung eines OB-Prüfungsleiters/Stewards jeweils 9-10 Übungen zu absolvieren, für die max. je 10 Punkte vergeben werden. Diese Punkte werden vom ÖKV-Leistungsrichter sofort nach jeder Übung mittels kleiner Tafeln angezeigt. Entsprechend ihrem Schwierigkeitsgrad werden die Punkte jeder dieser Übungen mit einem Koeffizienten (2, 3 oder 4) multipliziert, sodass pro Übung max. 20, 30 oder 40 Punkte erreicht werden können.

Obedience ist eine Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet. Ein eingespieltes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung.

Rally Obedience

Bei Rally Obedience werden Schilder aufgestellt, auf denen Symbole abgebildet sind, die beschreiben, was zu tun ist. Diese Aufgaben können zum Beispiel Wendungen um 90°, 180°, 270° oder sogar 360°, Anhalten und um den Hund herumgehen, Platz/Sitz-Wechsel, Vorsitz-Übungen, aus der Bewegung einen Schritt zur Seite gehen, Slalom um Kegel herum gehen, den Hund über eine Hürde schicken, während der Mensch daneben vorbeigeht, Bleib-Übungen, Apport oder Positionen aus der Bewegung und vieles mehr sein. Der Parcours ist dabei in Fußarbeit zu absolvieren, wobei hier ein kleiner Spielraum im Vergleich zur klassischen Unterordnung toleriert wird.

Insgesamt stehen mehr als 50 verschiedene Schilder zur Verfügung, die – angelehnt an das Agility-Reglement – bei Rally-Obedience-Prüfungen und -Turnieren in jeweils unterschiedlicher Anordnung aufgebaut werden. Ziel ist es nun, dass die Mensch-Hund-Teams den Parcours, der aus durchschnittlich 20 Stationen besteht, möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen können. Jedes Team startet mit einer bestimmten Punktezahl und bekommt für Fehler und nicht erlaubte Korrekturen Punkteabzüge.

Spaß & Kommunikation stehen bei Rally Obedience im Vordergrund. In der klassischen Unterordnung wird viel Wert daraufgelegt, dass während der Ausführung der Übungen nicht mit dem Hund gesprochen wird, keine doppelten Hör- oder Sichtzeichen und keine Hilfen mit der Körpersprache gegeben werden. Bei Rally-Obedience hingegen darf man mit dem Hund jederzeit kommunizieren, ihn motivieren und beliebig viele Hör- und Sichtzeichen geben, vorausgesetzt der Hund führt auch das erwünschte Verhalten aus. Je nach Reglement darf man an bestimmten Stationen in den unteren Klassen sogar Futterbelohnungen geben. Was verboten ist und mit Punkteabzug oder sogar Disqualifikation bestraft wird, sind heftige Korrekturen mit der Leine, Hand oder auch der Stimme!

Das Schöne an Rally-Obedience ist, dass dieser Hundesport für praktisch alle Hunde, unabhängig von deren Alter, Größe, Leistungsstand, etc. und alle Menschen geeignet ist. Der Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung und Zusammenarbeit sowie das freudige Erarbeiten der Grundkommandos, die die Schilder symbolisieren, stehen im Vordergrund.
Im Gegensatz zur üblichen Begleithundeprüfung, bei der immer das gleiche Schema verlangt wird, warten bei Rally-Obedience dank der immer wechselnden Parcours immer neue Überraschungen und Herausforderungen auf die Teams.

Fährtenhunde

Für uns Menschen kaum vorstellbare Leistungen vollbringen Hunde mit ihrer hochentwickelten, mit Millionen von Riechzellen ausgestatteten Nase. Das gesamte Potential dieser Fähigkeiten wird im Hundesport beim Ausarbeiten einer Fährte gefordert und gezeigt.

Bei der Fährtenarbeit soll der Hunde seinen Spürsinn und Geruchssinn unter Beweis stellen. Dabei folgt der Hund vor allem einer Spur, die durch Bodenverletzungen beim Gehen entsteht, und nicht nur dem Individualgeruch des Menschen wie etwa beim Mantrailing.

Die Fährtenarbeit ist eine Ausbildung, die dem Hund viel Spaß bereiten kann und dem Hundeführer viel Fleiß abverlangt. Die Ausbildung kann nicht auf den Übungsplätzen stattfinden, sondern in unterschiedlichstem Gelände, sodass der Hund mit den verschiedensten natürlichen Bodengegebenheiten in Kontakt kommen kann.

Durch die Bodenverletzungen beim Gehen entsteht eine Geruchsspur, die der Hund bei der Fährtenarbeit verfolgt. Dieses Geruchsbild entsteht durch beschädigte Erdoberfläche, zertretene Gräser und Pflanzen sowie Kleinstlebewesen

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Die Grundlagen für den Arbeitseifer, den unbedingten Willen, die Fährte vom Abgang bis zum Endgegenstand mit tiefer Nase, ohne abzuirren zu verfolgen, wird schon in der frühesten Jugend des Hundes gelegt. Jedoch auch erwachsene Hunde finden Spaß und Freude an der Nasenarbeit.

Für den Erfolg einer positiven Fährtenarbeit ist Teamwork und Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer eine unbedingte Voraussetzung.

Stöberhunde

Stöbern ist eine Hundesportart, bei der der Hund zielstrebig ausgelegte Gegenstände aus verschiedenen Materialien in einem definierten Suchgebiet finden und verweisen soll. Das Gelände kann dabei recht unterschiedlich aussehen – Wiese, Acker, Wald oder Brachgelände sind möglich. Die drei Prüfungsstufen unterscheiden sich im Anspruch durch unterschiedliche Stöberfeldgrößen (600 bis 1.500 m²) sowie einer unterschiedlichen Anzahl und Größe der Gegenstände.

​Das Stöbern erfährt starken Zulauf und erfreut sich stets wachsender Beliebtheit. Die Gründe dafür sind vielfältig: bei der Stöberarbeit benötigt man keine großen Flächen, ein kleines Stück Gelände oder auch der Hundeplatz selbst reichen vollkommen aus. Dabei arbeiten alle Hunde nacheinander auf derselben Fläche, ein Umstand, der die Stöberarbeit auch für Zuschauer sehr attraktiv macht.

 Wie alle Sucharbeiten kommt diese Arbeit dem Hund als ausgesprochenem „Nasentier“ sehr entgegen und hat für das Mensch-Hund-Team einen hohen Spaßfaktor.