
Die Begleithundeausbildung ist im ÖGV eine der beliebtesten Hundesportart und bereitet Mensch-Hund-Teams auf die Sozialverträglichkeit, die Alltagstauglichkeit und den Gehorsam vor. Die Bindung zwischen Mensch und Hund wird in einem hohen Maß gefördert. Bei der Begleithundeausbildung wird der Hund in Gehorsams- und Gewandtheitsübungen trainiert. Sie ist für jede Rasse und jede Größe des Hundes sowie für Menschen allen Alters, vom Jugendlichen bis zum Senior, geeignet.
Als Grundvoraussetzung wird in Österreich die Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest (BH/VT) verlangt, die jeder Hundeführer mit seinem Hund bestehen muss, um Prüfungen in weiteren Hundesportarten absolvieren zu dürfen. Danach gibt es drei Prüfungsstufen (IBGH1, IBGH2, IBGH3), die sowohl bei Prüfungen in den Ortsgruppen als auch als Turniersport durchgeführt werden können.
BH/VT (Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest)
Die Begleithundeprüfung mit Verkehrsteil, kurz BH/VT (auch Mensch-Hund-Team-Prüfung) genannt, ist in allen dem ÖKV angeschlossenen Verbandskörperschaften die Basis für weiterführende Ausbildungen. Die BH/VT-Prüfung dient als Nachweis, dass Hund und Hundeführer Grundregeln des Gehorsams und des gemeinsamen Verhaltens in der Öffentlichkeit beherrschen. Sie besteht aus vier Teilen, und zwar einem theoretischen Sachkundenachweis (dieser ist bereits vor Antritt zur eigentlichen Prüfung zu erbringen), der Überprüfung der Unbefangenheit des Hundes, einer Prüfung einfacher Gehorsamsteile am Hundeplatz und einem Prüfungsteil im öffentlichen Verkehr.
IBGH1 – Internationale Begleithundeprüfung 1
Bei der IBGH1 geht’s schon richtig los im Hundesport. Neben den verschiedenen Gangarten, wie normaler Schritt, langsamer Schritt und Laufschritt, mit und ohne Leine, werden noch weitere Übungen abverlangt. Der Hundeführer bewegt sich mit dem angeleinten Hund auch durch eine Menschengruppe. Bei der Übung „Sitz aus der Bewegung“, muss sich der Hund aus dem Fuß gehen hinsetzen und der Hundeführer entfernt sich vom sitzenden Hund in normaler Gangart, ohne sich zum Hund umzudrehen. Weiters wird auch noch bei der Übung „Ablegen in Verbindung mit Herankommen“ abverlangt, dass sich der Hund hinlegen und in der Position verweilen muss, während sich der Hundeführer wieder im normalen Schritt vom Hund entfernt, ohne sich zu diesem umzudrehen. Nach einer gewissen Entfernung dreht sich der Hundeführer zu seinem Hund um und ruft den Hund mit einem „Hörzeichen“ zu sich. Während diesen Übungen liegt ein zweiter Hund ruhig an einer bestimmten Stelle am Hundeplatz, wobei hier der Hundeführer in einer festgelegten Entfernung zum Hund steht.
IBGH2 – Internationale Begleithundeprüfung 2
Bei der IBGH2 kommen zu den Anforderungen aus der IBGH1 noch zusätzliche Ausbildungsanforderungen hinzu. So muss der Hund auf Hörzeichen ein Apportierholz aufnehmen und zum Hundeführer zurückbringen. Ein weiteres Element ist das „Voraussenden mit Hinlegen“, wobei der Hund auf ein Hörzeichen vom Hundeführer eine gerade Strecke nach vorne laufen und wiederum auf ein weiters Hörzeichen die Position Platz einnehmen muss.
IBGH3 – Internationale Begleithundeprüfung 3
Die IBGH3 ist die Königsklasse der Begleithundeausbildung. Hier kommen noch zwei Übungen zusätzlich zu jenen der IBGH2 hinzu, und zwar das „Steh aus dem Schritt“ und das „Apportieren über die Schrägwand“ mit einer Höhe von 140 cm.
In dieser Prüfungsstufe wird auch jährlich bei einem Turnier der Titel „ÖKV IBGH Leistungssieger“, gleichzusetzen mit einem Bundesmeistertitel, vergeben.

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