Gehorsamsprüfungen der gehobenen Klasse sowie Spaß für Mensch und Hund durch Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen.
Obedience
Obedience besteht aus 5 Stufen, wobei die Prüfungsstufe Obedience Beginner und Obedience Senior nach der österreichischen (nationalen) Obedience-Prüfungsordnung ausgeübt wird, und die Prüfungsstufen OB 1, OB 2 und OB 3 nach der internationalen FCI-Prüfungsordnung, auf deren Basis internationale Turniere (CACIOB-Vergabe in OB 3) als auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden.
In jeder Stufe sind auf Anordnung eines OB-Prüfungsleiters/Stewards jeweils 9-10 Übungen zu absolvieren, für die max. je 10 Punkte vergeben werden. Diese Punkte werden vom ÖKV-Leistungsrichter sofort nach jeder Übung mittels kleiner Tafeln angezeigt. Entsprechend ihrem Schwierigkeitsgrad werden die Punkte jeder dieser Übungen mit einem Koeffizienten (2, 3 oder 4) multipliziert, sodass pro Übung max. 20, 30 oder 40 Punkte erreicht werden können.
Obedience ist eine Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet. Ein eingespieltes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung.
Rally Obedience
Bei Rally Obedience werden Schilder aufgestellt, auf denen Symbole abgebildet sind, die beschreiben, was zu tun ist. Diese Aufgaben können zum Beispiel Wendungen um 90°, 180°, 270° oder sogar 360°, Anhalten und um den Hund herumgehen, Platz/Sitz-Wechsel, Vorsitz-Übungen, aus der Bewegung einen Schritt zur Seite gehen, Slalom um Kegel herum gehen, den Hund über eine Hürde schicken, während der Mensch daneben vorbeigeht, Bleib-Übungen, Apport oder Positionen aus der Bewegung und vieles mehr sein. Der Parcours ist dabei in Fußarbeit zu absolvieren, wobei hier ein kleiner Spielraum im Vergleich zur klassischen Unterordnung toleriert wird.
Insgesamt stehen mehr als 50 verschiedene Schilder zur Verfügung, die – angelehnt an das Agility-Reglement – bei Rally-Obedience-Prüfungen und -Turnieren in jeweils unterschiedlicher Anordnung aufgebaut werden. Ziel ist es nun, dass die Mensch-Hund-Teams den Parcours, der aus durchschnittlich 20 Stationen besteht, möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen können. Jedes Team startet mit einer bestimmten Punktezahl und bekommt für Fehler und nicht erlaubte Korrekturen Punkteabzüge.
Spaß & Kommunikation stehen bei Rally Obedience im Vordergrund. In der klassischen Unterordnung wird viel Wert daraufgelegt, dass während der Ausführung der Übungen nicht mit dem Hund gesprochen wird, keine doppelten Hör- oder Sichtzeichen und keine Hilfen mit der Körpersprache gegeben werden. Bei Rally-Obedience hingegen darf man mit dem Hund jederzeit kommunizieren, ihn motivieren und beliebig viele Hör- und Sichtzeichen geben, vorausgesetzt der Hund führt auch das erwünschte Verhalten aus. Je nach Reglement darf man an bestimmten Stationen in den unteren Klassen sogar Futterbelohnungen geben. Was verboten ist und mit Punkteabzug oder sogar Disqualifikation bestraft wird, sind heftige Korrekturen mit der Leine, Hand oder auch der Stimme!
Das Schöne an Rally-Obedience ist, dass dieser Hundesport für praktisch alle Hunde, unabhängig von deren Alter, Größe, Leistungsstand, etc. und alle Menschen geeignet ist. Der Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung und Zusammenarbeit sowie das freudige Erarbeiten der Grundkommandos, die die Schilder symbolisieren, stehen im Vordergrund.
Im Gegensatz zur üblichen Begleithundeprüfung, bei der immer das gleiche Schema verlangt wird, warten bei Rally-Obedience dank der immer wechselnden Parcours immer neue Überraschungen und Herausforderungen auf die Teams.

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