Des Windhundes Passion ist das Laufen, das wissen alle Hundekundigen. Aber spätestens seit dem Zeitpunkt, wo der ÖKV die Tore auch für Nichtwindhunde (Friends) geöffnet hat, ist allen klar: Auf der Jagd nach dem Lockgegenstand zeigen alle Rassen und Mixe pure Freude und sportlichen Ehrgeiz! Hunde müssen sowohl körperlich als auch geistig gefordert und gefördert werden.
Beim Beginner-Training lernt der Hund auf einer Geraden von etwa 80 Metern dem Lockgegenstand zu folgen, Windhunde tun das mit ihrem guten Auge, andere Rassen setzen hier die Nase ein. Im Anfangstraining wird der neue Läufer viel gelobt und darf zur Belohnung mit dem Lockgegenstand („Dummy“) spielen. Letztlich soll der sportliche Hund auf der Bahn seinen Lauf so absolvieren, dass er sich nur auf das Verfolgen des Lockgegenstand konzentriert und sich nicht durch äußere Einflüsse ablenken lässt.
Nach dem Beginner-Training wird der laufsicherere Hund die Laufdistanz vergrößern, bis er letztlich die Gesamtstrecke von 360 m oder 480 m (je nach Körpergröße, Alter, Kondition) erreicht. Nach den im Reglement vorgeschriebenen, fehlerfreien Trainingsrunden darf der Hund nun zu den Prüfungsläufen (Lizenzläufe) antreten.
Die 4 Lizenzläufe unterscheiden sich von den Trainingsläufen nur insofern, als das Schiedsgericht hier sehr genau beobachtet und dann entscheidet, ob der Lauf als Prüfungslauf gewertet wird. Auch die Lizenzläufe für Windhunde und Friends unterliegen den unterschiedlichen Reglements. Windhunde laufen mit Begleithunden, Friends immer Solo.
Auch wenn sich Windhunde und Friends auf der Rennbahn des ÖGV ARH-Marchegg dem gleichen Lieblingssport hingeben, gelten unterschiedliche Reglements. Hier wird zum Beispiel geregelt, welche Windhunderassen vermessen und in welche Klassen sie eingeteilt werden, wie Lizenzläufe ablaufen müssen, wann ein Hund disqualifiziert wird und unter welchen Voraussetzungen Hunde die begehrten Titel-Anwartschaften erhalten.
Die elektronische Zeitnehmung liefert dank unserer gut ausgebildeten Funktionäre sehr exakte Laufzeiten unserer Hunde. Mittels Videoaufzeichnung werden die einlaufenden Hunde anhand der Renndecken unterschieden und in der Reihenfolge des Überschreitens der Ziellinie gereiht. So ermitteln wir bei Rennen die Stockerlplätze, weiters bietet die Laufzeit auch eine Leistungskontrolle für den Hundeführer.
Doping und Wetten sind absolut tabu! Wir bieten unseren Hunden rein sportliche Betätigung zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Gesundheit! Wir laufen aus Freude und nicht, um immer der Beste zu sein. Hier zählt der olympische Gedanke.
Windhunderennen:
Hier laufen die Windhunde auf Gras oder Sand im Oval einer Rennbahn, einem mechanisch gezogenen „falschen Hasen“ nach. Die Hunde werden zur optischen Unterscheidung mit verschieden farbigen Renndecken versehen. Sie werden in Startboxen eingesetzt und laufen max. zu sechst im Feld, auf einer Länge von 350m bis 480m. Bahnbeobachter und Schiedsrichter achten auf den fairen Wettkampf, der nach Zeit gewertet wird. Mit der Boxenöffnung wird die Zeitmessung ausgelöst, der Ziel Einlauf wird u.a. mit Videokamera festgehalten.
(Lure)Coursing:
Ist die Simulation einer Sichthetzjagd. Hier wird in einem natürlichen Gelände ein Parcours gesteckt, der möglichst dem Fluchtweg eines Kaninchens ähnelt. Im Zickzackkurs wird eine „Hasenschleppe“ (künstlkiches Lockmittel aus Plastikstreifen) auf einer Länge zw. 500m und 1000m gezogen. Die Hunde laufen zu zweit, sind mit roter oder weißer Renndecke bekleidet und können paarweise ihr Jagdverhalten unter Beweis stellen. Das Jagverhalten wird nach einem Regelwerk von Coursingrichtern gewertet, wobei Kondition, Gewandtheit, Eifer, Intelligenz und Schnelligkeit einzeln bewertet werden.
Hundesport – Racing
Eine neue Sportart für NICHTWINDHUNDE und MIX!!
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