Immer öfter werden Hunde als Therapie-Begleiter (Therapiebegleithunde) eingesetzt. Sie bringen Freude in den oft trüben Alltag von alten oder kranken Menschen. Sie helfen Kindern über schwierige Situationen hinweg und unterstützen die Therapien von kranken und behinderten Menschen.
Aber wo bleibt der Hund?
Wir wollen bei unserer Ausbildung zum ÖGV-Therapiebegleithundhund als Therapiebegleiter-Team ganz besonders auf die Bedürfnisse unserer Hunde Rücksicht nehmen. Der Hundeführer soll seinen Hund genau kennen und auch richtig einschätzen können. Was kann ich meinem Hund zumuten? Wo muss ich eingreifen? Wann ist die Arbeit zu viel für meinem Hund? Dies alles wollen wir in Theorie und Praxis üben, um später beim Einsatz erfolgreich zu sein.
Vielleicht üben Sie bereits einen Beruf im sozialen Bereich aus, z.B. als Lehrer, Betreuer von alten oder kranken Menschen … dann kann Ihnen diese Ausbildung helfen, Ihren Hund als „Mitarbeiter“ einzusetzen.
Mehr Informatives zu Therapiebegleithunden und Handicap-Breitensport finden Sie auf der Homepage des ÖGV Alt Mödling unter www.hatb.at!

Agility ist eine Hundesportart, in der es sehr rasant zugeht. Als Vorbild galt vor vielen Jahren der Springreitsport. Im Jahr 1989 fand in Österreich das erste Agility-Turnier während der Internationalen Hundeausstellung in Tulln statt. Seither erfreut sich Agility immer größerer Beliebtheit.
Es gibt 3 Leistungsklassen (LK 1, LK 2, LK 3) sowie seit 1.1.2023 vier Größenklassen (Small, Medium, Intermediate und Large). In dem Jahr, in dem der Hund 7 Jahre alt wird, kann er in einer eigenen Oldie-Klasse starten, welche ebenfalls in die vier Größenklassen unterteilt ist.
Bei Agility kommt es ganz besonders auf das Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an. Während der Hundeführer neben den verschiedenen Geräten läuft, leitet er seinen Hund mit Körpersprache und Hörzeichen durch den Parcours.
Jeder Parcours ist anders angeordnet und stellt daher das Team immer wieder vor neue Aufgaben. Der Hundeführer hat vor dem Lauf eine gewisse Zeit, um sich die Reihenfolge der Geräte sowie die Lauf- und Führlinie für sich und seinen Hund einzuprägen. In rasantem Tempo geht es dabei über Hürden, Steg, Slalom oder durch den Tunnel. Ziel ist es, den Hund fehlerfrei und so schnell wie möglich über den vorgegebenen Parcours zu führen. Es entscheiden oft Sekundenbruchteile über Sieg, Fehler oder Disqualifikation.
Bei Hoopers wird der Hund über große Distanzen geführt, und zwar ohne Mitzulaufen! Dabei ist nicht nur der korrekte Aufbau der Distanzarbeit wichtig, sondern vor allem die Kombination aus Körpersprache und verbalen Kommandos.
Hoopers ist für „fast“ alle Hunde geeignet, da es in erster Linie um genaues Arbeiten und nicht um Schnelligkeit geht. Wenn Hoopers korrekt ausgeführt wird, haben auch ältere Hunde viel Spaß dabei.
Bei Hoopers kommt es ganz besonders auf das Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer an. Während der Hundeführer im Zentrum des Parcours steht, leitet er seinen Hund mit Körpersprache und Hörzeichen durch den Parcours.

Jeder Parcours ist anders angeordnet und stellt daher das Team immer wieder vor neuen Aufgaben. Der Hundeführer hat vor dem Lauf eine gewisse Zeit, um sich die Reihenfolge der Geräte sowie die Lauflinie für seinen Hund sowie die nötigen Sicht- und Hörzeichen einzuprägen. Durch Hoops, Tunnel, um Tonnen, Tore und Slalom – Ziel ist es, den Hund fehlerfrei durch den vorgegebenen Parcours zu führen.

Breitensport ist ein Teamsport, der Hund und Hundeführer gleichermaßen fordert. Ein Spaß für die ganze Familie, egal ob jung oder alt. Diese Sportart besteht aus einem Vierkampf, wobei es vor allem um Genauigkeit und Schnelligkeit geht.
Der Vierkampf beinhaltet Gehorsamsübungen und drei Laufbewerbe bestehend aus einem Slalom, einem Hürdenlauf und einer Hindernisbahn. Bei diesen ist es wichtig, dass Hund und Hundeführer sowohl über die jeweiligen Start- als auch Ziellinien laufen müssen, denn die Zeitnehmung erfolgt für beide. Wenn der Hund Geräte verweigert oder abwirft, wird dies als Fehler gewertet.
Breitensport kann nahezu von jedem gesunden Hund und Hundeführer ausgeübt werden. Da es verschiedene Altersklassen gibt, ist auch ein höheres oder jüngeres Alter des Hundeführers kein Problem. Der Hund sollte führig und motivierbar sein und die wichtigsten Unterordnungsübungen einigermaßen beherrschen.
Gehorsamsprüfungen der gehobenen Klasse sowie Spaß für Mensch und Hund durch Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen.
Obedience
Obedience besteht aus 5 Stufen, wobei die Prüfungsstufe Obedience Beginner und Obedience Senior nach der österreichischen (nationalen) Obedience-Prüfungsordnung ausgeübt wird, und die Prüfungsstufen OB 1, OB 2 und OB 3 nach der internationalen FCI-Prüfungsordnung, auf deren Basis internationale Turniere (CACIOB-Vergabe in OB 3) als auch Weltmeisterschaften ausgetragen werden.
In jeder Stufe sind auf Anordnung eines OB-Prüfungsleiters/Stewards jeweils 9-10 Übungen zu absolvieren, für die max. je 10 Punkte vergeben werden. Diese Punkte werden vom ÖKV-Leistungsrichter sofort nach jeder Übung mittels kleiner Tafeln angezeigt. Entsprechend ihrem Schwierigkeitsgrad werden die Punkte jeder dieser Übungen mit einem Koeffizienten (2, 3 oder 4) multipliziert, sodass pro Übung max. 20, 30 oder 40 Punkte erreicht werden können.
Obedience ist eine Hundesportart, bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet. Ein eingespieltes Mensch-Hund-Team ist eine Grundvoraussetzung.
Rally Obedience
Bei Rally Obedience werden Schilder aufgestellt, auf denen Symbole abgebildet sind, die beschreiben, was zu tun ist. Diese Aufgaben können zum Beispiel Wendungen um 90°, 180°, 270° oder sogar 360°, Anhalten und um den Hund herumgehen, Platz/Sitz-Wechsel, Vorsitz-Übungen, aus der Bewegung einen Schritt zur Seite gehen, Slalom um Kegel herum gehen, den Hund über eine Hürde schicken, während der Mensch daneben vorbeigeht, Bleib-Übungen, Apport oder Positionen aus der Bewegung und vieles mehr sein. Der Parcours ist dabei in Fußarbeit zu absolvieren, wobei hier ein kleiner Spielraum im Vergleich zur klassischen Unterordnung toleriert wird.
Insgesamt stehen mehr als 50 verschiedene Schilder zur Verfügung, die – angelehnt an das Agility-Reglement – bei Rally-Obedience-Prüfungen und -Turnieren in jeweils unterschiedlicher Anordnung aufgebaut werden. Ziel ist es nun, dass die Mensch-Hund-Teams den Parcours, der aus durchschnittlich 20 Stationen besteht, möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen können. Jedes Team startet mit einer bestimmten Punktezahl und bekommt für Fehler und nicht erlaubte Korrekturen Punkteabzüge.
Spaß & Kommunikation stehen bei Rally Obedience im Vordergrund. In der klassischen Unterordnung wird viel Wert daraufgelegt, dass während der Ausführung der Übungen nicht mit dem Hund gesprochen wird, keine doppelten Hör- oder Sichtzeichen und keine Hilfen mit der Körpersprache gegeben werden. Bei Rally-Obedience hingegen darf man mit dem Hund jederzeit kommunizieren, ihn motivieren und beliebig viele Hör- und Sichtzeichen geben, vorausgesetzt der Hund führt auch das erwünschte Verhalten aus. Je nach Reglement darf man an bestimmten Stationen in den unteren Klassen sogar Futterbelohnungen geben. Was verboten ist und mit Punkteabzug oder sogar Disqualifikation bestraft wird, sind heftige Korrekturen mit der Leine, Hand oder auch der Stimme!
Das Schöne an Rally-Obedience ist, dass dieser Hundesport für praktisch alle Hunde, unabhängig von deren Alter, Größe, Leistungsstand, etc. und alle Menschen geeignet ist. Der Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung und Zusammenarbeit sowie das freudige Erarbeiten der Grundkommandos, die die Schilder symbolisieren, stehen im Vordergrund.
Im Gegensatz zur üblichen Begleithundeprüfung, bei der immer das gleiche Schema verlangt wird, warten bei Rally-Obedience dank der immer wechselnden Parcours immer neue Überraschungen und Herausforderungen auf die Teams.
Für uns Menschen kaum vorstellbare Leistungen vollbringen Hunde mit ihrer hochentwickelten, mit Millionen von Riechzellen ausgestatteten Nase. Das gesamte Potential dieser Fähigkeiten wird im Hundesport beim Ausarbeiten einer Fährte gefordert und gezeigt.
Bei der Fährtenarbeit soll der Hunde seinen Spürsinn und Geruchssinn unter Beweis stellen. Dabei folgt der Hund vor allem einer Spur, die durch Bodenverletzungen beim Gehen entsteht, und nicht nur dem Individualgeruch des Menschen wie etwa beim Mantrailing.
Die Fährtenarbeit ist eine Ausbildung, die dem Hund viel Spaß bereiten kann und dem Hundeführer viel Fleiß abverlangt. Die Ausbildung kann nicht auf den Übungsplätzen stattfinden, sondern in unterschiedlichstem Gelände, sodass der Hund mit den verschiedensten natürlichen Bodengegebenheiten in Kontakt kommen kann.
Durch die Bodenverletzungen beim Gehen entsteht eine Geruchsspur, die der Hund bei der Fährtenarbeit verfolgt. Dieses Geruchsbild entsteht durch beschädigte Erdoberfläche, zertretene Gräser und Pflanzen sowie Kleinstlebewesen
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Die Grundlagen für den Arbeitseifer, den unbedingten Willen, die Fährte vom Abgang bis zum Endgegenstand mit tiefer Nase, ohne abzuirren zu verfolgen, wird schon in der frühesten Jugend des Hundes gelegt. Jedoch auch erwachsene Hunde finden Spaß und Freude an der Nasenarbeit.
Für den Erfolg einer positiven Fährtenarbeit ist Teamwork und Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer eine unbedingte Voraussetzung.
Stöbern ist eine Hundesportart, bei der der Hund zielstrebig ausgelegte Gegenstände aus verschiedenen Materialien in einem definierten Suchgebiet finden und verweisen soll. Das Gelände kann dabei recht unterschiedlich aussehen – Wiese, Acker, Wald oder Brachgelände sind möglich. Die drei Prüfungsstufen unterscheiden sich im Anspruch durch unterschiedliche Stöberfeldgrößen (600 bis 1.500 m²) sowie einer unterschiedlichen Anzahl und Größe der Gegenstände.
Das Stöbern erfährt starken Zulauf und erfreut sich stets wachsender Beliebtheit. Die Gründe dafür sind vielfältig: bei der Stöberarbeit benötigt man keine großen Flächen, ein kleines Stück Gelände oder auch der Hundeplatz selbst reichen vollkommen aus. Dabei arbeiten alle Hunde nacheinander auf derselben Fläche, ein Umstand, der die Stöberarbeit auch für Zuschauer sehr attraktiv macht.
Wie alle Sucharbeiten kommt diese Arbeit dem Hund als ausgesprochenem „Nasentier“ sehr entgegen und hat für das Mensch-Hund-Team einen hohen Spaßfaktor.
Gebrauchshundesport wird im Volksmund auch Schutzhundesport genannt. Der moderne Schutzhundesport ist tierschutzgerecht und spielerisch – es lohnt sich also, mit alten Missverständnissen aufzuräumen und sich bei den unzähligen ÖGV Ortsgruppen im ganzen Bundesland zu informieren!
In der heutigen Sport-Gebrauchshunde-Ausbildung wird mit modernsten Trainingsmethoden und viel positiver Verstärkung ausgebildet. Der moderne Gebrauchshundesport möchte die Souveränität, Nervenstärke und das Selbstbewusstsein des Hundes hervorherben – unkontrollierbare Nervenbündel, Raufer oder Beißer sind in der heutigen Zeit beim Hundesport unerwünscht. Gut ausgebildete Hunde im Gebrauchshundesport sind ausgeglichen, reagieren in jeder Situation gelassen und sind kontrollierbar. Im Gebrauchshundesport lernen die Hunde, ihre Triebe hervorragend zu beherrschen. Eine derartige Ausbildung dauert lange und bringt nur den gewünschten Erfolg, wenn Hund und Mensch ein eingespieltes Team sind, dass sich aufeinander verlassen kann. Ein gut ausgebildeter Hund im Gebrauchshundesport muss einer Fährte folgen können, er muss hervorragend gehorchen und anderen Menschen und Tieren gegenüber absolut unbefangen verhalten, und er muss in der Lage sein, ein kontrollierbares Beutefangverhalten zu zeigen.
Die Gebrauchshundeprüfung besteht aus den drei Abteilungen Fährte (Abteilung A), Unterordnung (Abteilung B) und dem Sportschutzdienst (Abteilung C).
Mondioring ist eine internationale Gebrauchshundesportart, die Gehorsam, Sprünge und Schutzdienst in einem Parcours kombiniert, wobei die Übungen ohne Pause hintereinander absolviert werden müssen. Es vereint Elemente aus dem französischen und belgischen Ring und prüft die Vielseitigkeit, Kontrolle und Wesensfestigkeit des Hundes sowie die Teamarbeit mit dem Hundeführer.

Die Übungen sind stark variabel und umfassen Freifolge, Apportieren, Futterverweigerung, verschiedene Hindernisse (Palisade, Weitsprung, Hürde) und den Schutzdienst.

Flyball ist ein schneller Staffellauf-Hundesport, bei dem zwei Teams mit je vier Hund-Mensch-Paaren auf parallelen Bahnen gegeneinander antreten, wobei die Hunde vier Hürden überwinden, eine spezielle Ballmaschine per Pfote auslösen, einen geworfenen Ball fangen und ihn über die Hürden zurückbringen, um die schnellste Zeit zu erzielen.
Der Sport erfordert Apportierfreude, Schnelligkeit und eine gute Bindung, trainiert Ausdauer, Koordination und Sozialverhalten und wird ausschließlich positiv motiviert gelehrt, wobei die Hürdenhöhe an die Größe des kleinsten Hundes angepasst wird.
Flyball ist ein schneller, teambasierter Hundesport, bei dem vier Hunde eines Teams nacheinander einen Parcours mit Hürden absolvieren, eine Ballmaschine auslösen, einen gefederten Ball fangen und ihn über die Hürden zurück zum Start bringen, wobei sie sich im Stil eines Staffellaufs ablösen; es ist ein aufregender Wettkampf, der Apportierfreude, Schnelligkeit und ein gutes Zusammenspiel zwischen Hund und Halter erfordert.
Flyball kann mit ausgewachsenen Hunden jeder Größe und Rasse betrieben werden, die gerne spielen und apportieren.
